Pressebericht: Rückschau unserer 1. KI-Veranstaltung

Nach unserer KI-Veranstaltung am 25.09.2025 im Wappensaal, war in der Presse zu lesen:

Erkenntnisgewinne zum Thema KI – kostenlos

Auf Einladung der Grünen in Edenkoben informierte Torsten Materna über Künstliche Intelligenz in Deutschland: die Chancen, der Datenschutz und die ethischen Herausforderungen.

KI – Künstliche Intelligenz – durchdringt zunehmend die Gesellschaft und viele berufliche Arbeitsfelder. Torsten Materna beschrieb, auch für Laien verständlich, welche Herausforderungen in puncto Datenschutz, Ethik und rechtliche Vorgaben diese technologische Entwicklung mit sich bringt. Der Digital-Marketing-Experte und Gesellschafter der Agentur numero2.de aus Edenkoben, erläuterte in dem Vortrag dass inzwischen 48% der Großunternehmen und 17% der kleineren Unternehmer KI Anwendungen nutzen und 20% der Berufstätigen nutzen dafür private accounts und Materna fragte, ob sie sich der damit verbundenen Risiken bewusst sind.

Materna identifizierte zwei zentrale Säulen für den notwendigen Datenschutz: die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und die EU-KI-Verordnung (AI Act). Besonders kritisch bewertete er den Umgang cloudbasierter KI-Lösungen mit Nutzerdaten. „Die meisten bekannten KI – Anbieter verwenden Nutzerdaten für Trainingszwecke oder speichern zu viele Daten über einen zu langen Zeitraum“, warnte der Experte – darüber sollten wir informiert und aufgeklärt werden. Es sei höchste Zeit für eine wirksame Kontrolle und für eine rechtliche Einhegung in unserem Interesse als private Nutzer. Aber wie soll diese Kontrolle ausgeführt werden? Wie soll sie technisch umgesetzt werden ohne Vielfalt und Meinungsfreiheit zu gefährden? Nach Antworten auf diese Fragen wird gesucht.

Als Lösungsansatz präsentierte Materna alternative KI-Einsatzmöglichkeiten, die sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen DSGVO-konform nutzbar sind. Die KI-Ethik bezeichnete Materna als bisher vernachlässigten Aspekt in Deutschland. Unter Verweis auf die Datenethikkommission und UNESCO-Empfehlungen zur KI-Ethik forderte er mehr Transparenz und beispielsweise besseren Schutz vor Diskriminierung. „KI-Systeme müssen nachvollziehbar und fair sein. Verbraucher müssen verstehen, wie Entscheidungen zustande kommen“, betonte Materna.

Trotz aller Herausforderungen sieht Materna  enormes Potenzial in KI-Anwendungen insbesondere für kleinere Unternehmen in Bezug auf Effizienzsteigerung und Innovation. Der Erfolg hänge jedoch entscheidend davon ab, ob Unternehmen und Politik Datenschutz, Ethik und rechtliche Vorgaben konsequent umsetzen. „KI muss im Einklang mit ethischen Werten stehen – transparent, sicher und zum Wohl der Gesellschaft“. Maternas Vortrag war eine Hilfe zum Verständnis der KI Entwicklung; er stellte dar, wie wir sie als Nutzer beeinflussen können; er thematisierte auch den enormen Energiebedarf der Rechner (entspricht Verbrauch Irlands) und den Wasserverbrauch (2023 – 175 Milliarden Liter / lt. Greenpeace Studie) für ihre Kühlung und stellte die Frage nach den Konsequenzen für die Umwelt.

Die 30 Zuhörer konnten Fragen stellen und Einschätzungen diskutieren und dankten mit nachhaltigem Applaus für den Vortrag der zum Verständnis der komplexen Prozesse erheblich beitragen konnte.